Deutsche Handschriften lesen

Transkription alter deutscher Dokumente

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Reading Handwritten German Texts

Transcription of Old German Handwriting

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Die Handschrift im frühen 20. Jahrhundert

aus: R. Markert und K. Schander: Mein erstes Lesebuch. Nürnberg, 1916

Ludwig Sütterlin entwickelte 1911 eine Ausgangsschrift  für das Erlernen von Schreibschrift in den Schulen. Diese von der deutschen Schreibschrift (Kurrent) leicht abgewandelte Schrift galt etliche Jahre neben der lateinischen Schreibschrift (für Fremdsprachen) als die Handschrift, die jedes Kind lernen sollte.

Ab 1915 wurde die Sütterlinschrift in den Schulen Preußens eingeführt, jedoch am 1. September 1941 wieder verboten (Normalschrifterlass). Der Gebrauch von gebrochenen Druckschriften (Fraktur) wurde schon am 3. Januar 1941 untersagt. Als Grund dafür mag gelten, dass außerhalb Deutschlands niemand diese Handschriften lesen konnte  und die Druckschriften auch nicht, nur die Deutschen selbst.

Für den Alltag war das nebensächlich. Jeder Schreiber hatte seine eigene spezielle Handschrift. Und für Transkriptionen liegt genau da die Herausforderung. Da kann man froh sein, dass das deutsche Alphabet nur 26 Buchstaben hat, allerdings große und kleine, und die drei wichtigsten Umlaute Ä, Ö und Ü.

Fremdsprachen schrieb man auch an deutschen Schulen in lateinischer Schrift, außer natürlich Russisch, Chinesisch, Devanagari etc.

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